
Die bisherige Anlehre wird 2011 durch die Grundbildung Baupraktiker/-in mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) abgelöst.
Baupraktiker/-innen sind Dienstleister auf der Baustelle: Du arbeitest beim Betonieren und bei den dafür nötigen Schalungen und Bewehrungen mit. Deine Unterstützung ist auch gefragt, wenn es um die Erstellung von Mauerwerken mit Spezialelementen und Dämmungen geht, oder wenn vorgefertigte Elemente wie Decken, Wände, Treppen, Stützen, Kamine, Abdeckplatten und Fensterbänke zu versetzen sind. Als Baupraktiker/-in arbeitest du auch im Tiefbau mit. Dazu gehören Erd- und Auffüllarbeiten, Kanalisations- und Werkleitungsarbeiten, Schächte und Leitungsanschlüsse.
Du arbeitest oft im Freien und in grosser Höhe. Kraft, Ausdauer und Schwindelfreiheit sind deshalb Pluspunkte. Von Vorteil sind auch handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen, mathematisches Grundwissen und Freude an der Zusammenarbeit mit anderen Handwerkern.
Nach deiner Ausbildung als Baupraktiker-/in kannst du in das 2. Lehrjahr Mauer/-in einsteigen. Nach diesem Ausbildungsabschluss stehen dir interessante Weiterbildungsmöglichkeiten in der Baubranche offen.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 2 Jahre |
Der Bauwerktrenner, die Bauwerktrennerin machen sich an die Arbeit, wenn das Gebäude schon steht. Überall, wo gebaut wird – auch beim Umbau –, braucht es Öffnungen im Beton oder im Mauerwerk. Zum Beispiel für technische Installationen oder für Leitungen. Oder auch für den Einbau eines Lifts oder von neuen Fenstern und Türen. Als Bauwerktrenner erstellst du diese Öffnungen und Durchbrüche, diese Trennschnitte und Aussparungen. Du arbeitest an «betonhartem» Material, und daher sind die noch härteren Diamantwerkzeuge deine wichtigsten Arbeitsmittel. Obwohl der Bauwerktrenner zum Teil mit schwerem Gerät arbeitet, wird in diesem Beruf Genauigkeit verlangt. Man nennt diesen Spezialisten daher auch den Bau-Chirurg. Die Arbeitsplätze des Bauwerktrenners sind so abwechslungsreich wie das ganze Baugewerbe.
Du arbeitest am Neubau, aber auch im Umbau. Gerade dies ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Bauland wird knapp, während die Bausubstanz immer älter wird. Viele Hochbauten, aber auch Kunstbauten im Tiefbau – zum Beispiel Brücken, Tunnels, Kernkraft werke – müssen in den nächsten Jahren saniert werden. Daher spielen Sanierungen und Umbauten eine immer grössere Rolle. auch genau das Gegenteil: Du betreibst auch den Teilabbau oder den Rückbau von Bausubstanz, die keinen Nutzen mehr erbringt.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
Der Betonwerker, die Betonwerkerin gestalten mit ihren Produkten das Bild unserer gebauten Umwelt. Nimm als Beispiele Kanäle, Fassaden, Brückenteile, aber auch Treppen und Balkone und grosse Tragwerkskonstruktionen wie Stadiontribünen: Ohne den Werkstoff Beton können wir uns unsere Welt kaum mehr vorstellen, ohne Beton müssten wir auf manchen Komfort verzichten! Die Fertigung eines Betonteils sieht so aus: Zunächst stellst du die Form aus Holz her, und weil du mit so genannten Negativ-Formen arbeitest, musst du dir das Endprodukt gut vorstellen können; dann biegst du das Eisen für die Armierung und legst es in die Form; jetzt richtest du die Betonmischung nach einem bestimmten Rezept an, füllst sie in die Form und verdichtest sie durch Vibration. Wenn der Beton genügend abgebunden hat, also genügend hart ist, hebst du das Teil aus der Form und lässt es trocknen. Zum Schluss machst du die Nachbehandlung und veredelst die Oberfläche, ganz nach den Wünschen der Kunden. Als Betonwerker, Betonwerkerin stellst du auch Kunststeine her, mit ähnlicher Zusammensetzung wie Beton. Diese zeichnen sich durch Farbigkeit und besonders schön gestaltete Oberflächen aus, und die erzielst du durch spezielle Techniken: durch Sandstrahlen, Schleifen oder «Stocken». Du siehst, als Betonwerker, Betonwerkerin arbeitest du in einem vielseitigen Beruf; du musst handfest anpacken, aber du kannst auch gestalten.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
Der Gleisbauer, die Gleisbauerin leisten eine Arbeit, die ein hohes Mass an Sicherheitsbewusstsein erfordert. Dein Arbeitsplatz ist das dichte und stark befahrene Schienennetz der Schweiz. Der Bahnverkehr muss sicher sein, und die Reisenden erwarten Fahrkomfort. Dafür sorgen die Gleisbauer: Ihr seid die Fachleute für den Unterbau, den Gleisbau, den Bau der Weichen und auch für die Pflege der Gleisumgebung. Du führst Kontrollen durch, Schäden müssen rasch behoben werden. Trotz dem schweren Material arbeitest du millimetergenau; dabei unterstützen dich zahlreiche Spezialmaschinen. Natürlich werden die Arbeiten an den Fahrbahnen auf gesicherten Baustellen durchgeführt. Dieser Beruf zählt zum Berufsfeld Verkehrswegbau zusammen mit Strassenbauer, Industriebodenbauer/Unterlagsbodenbauer, Pflästerer, Grundbauer. Ihre Arbeit ist der Bau verschiedenster Verkehrswege: Strassen, Schienen, Sportplätze, Industriebeläge. Diese Bauwerke sind Tag für Tag hohen Belastungen ausgesetzt – durch Fahrzeuge, Maschinen, Gebäudelast – und müssen daher in bester Qualität erstellt werden.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
Der Grundbauer, die Grundbauerin (sie ist auf den Baustellen allerdings noch kaum anzutreffen) sind meistens mit sehr grossen Arbeiten beschäftigt. Mit Sondierbohrungen erkunden sie den Baugrund; viele Bauprojekte werden erst durch die Informationen aus diesen Bohrungen möglich. Sie sichern Baugruben und Hänge durch Stützmauern, die ihrerseits durch Anker oder Betonpfähle gesichert werden; so können Häuser sogar auf sumpfigem Untergrund gebaut werden. Der Grundbauer verfestigt Lockergestein durch Injektionen mit Zement oder mit Bentonit; so ist der weitere Vortrieb bei einem Tunnelbau möglich. Für die Grundwasserfassungen erstellt der Grundbauer Filterbrunnen; so ist für unser Trinkwasser gesorgt. Der Grundbauer – ein vielseitiger, verantwortungsvoller Beruf! Dieser Beruf zählt zum Berufsfeld Verkehrswegbau zusammen mit Gleisbauer, Industriebodenbauer/ Unterlagsbodenbauer, Pflästerer, Strassenbauer. Ihre Arbeit ist der Bau verschiedenster Verkehrswege: Strassen, Schienen, Sportplätze, Industriebeläge. Diese Bauwerke sind Tag für Tag hohen Belastungen ausgesetzt – durch Fahrzeuge, Maschinen, Gebäudelast – und müssen daher in bester Qualität erstellt werden.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
Der Industrie- und Unterlagsbodenbauer, die Industrie- und Unterlagsbodenbauerin leisten echt grundlegende Arbeit; sie bereiten den Boden für alles Weitere vor. Mit geeigneten Materialien sorgst du für eine gute Wärme- und Schalldämmung. Das heisst, du arbeitest in Rohbauten von Wohn- und Geschäftshäusern und bringst den Unterlagsboden ein. Das ist eine Zwischenschicht, auf der der abschliessende Bodenbelag verlegt wird. Oder du arbeitest zum Beispiel in einer Maschinenhalle und fertigst einen Industriebelag, der hohen Belastungen standhalten muss. Hartbeton-, Magnesia-, Kunstharz- und Anhydrit- Beläge: das ist eine Auswahl aus den vielfältigen Belagsarten, die du erstellst. Du arbeitest nicht nur mit modernen Geräten. Für den «Finish», den letzten Schliff, ist dein handwerkliches Geschick gefragt. Dieser Beruf zählt zum Berufsfeld Verkehrswegbau zusammen mit Gleisbauer, Strassenbauer, Pflästerer, Grundbauer. Ihre Arbeit ist der Bau verschiedenster Verkehrswege: Strassen, Schienen, Sportplätze, Industriebeläge. Diese Bauwerke sind Tag für Tag hohen Belastungen ausgesetzt – durch Fahrzeuge, Maschinen, Gebäudelast – und müssen daher in bester Qualität erstellt werden.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
Bauwerke sollen für Jahrzehnte sicheres Wohnen und Arbeiten gewährleisten. Deine Arbeit ist daher verantwortungsvoll und verlangt nicht nur körperliche Kraft und handwerkliche Geschicklichkeit, sondern auch, dass du bei den Arbeitsabläufen konzentriert bist und mitdenkst. Der Maurer, die Maurerin schichten im Hochbau natürlich auch Backsteine aufeinander. Diese Profis verstehen es, eine passgenaue Mauer hochzuziehen, die genau im Lot ist und dem Bauplan entspricht. Das ist aber längst nicht alles. Der Maurer errichtet einen Bau nach den Plänen einer Architektin und nach den Berechnungen eines Bauingenieurs. Das heisst, deine Arbeit ist sehr vielseitig: Du baust Holzschalungen und erstellst Stahlarmierungen für Wände, Treppen, Decken oder Stützmauern aus Beton. Du versetzt und montierst vorfabrizierte Bauteile. Du baust Kamine, verputzt Fassaden. Die zweite Fachrichtung des Maurers, der Maurerin ist der Tiefbau. Du hebst Gräben aus und verlegst Kanalisationsrohre; du erstellst Abwasseranlagen und Flussverbauungen. Das heisst auch, du musst immer wieder schwere Arbeiten verrichten, und dafür setzt du natürlich moderne Maschinen ein.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
Der Pflästerer, die Pflästerin sind die Künstler unter den Verkehrswegbauern. Gibt es für Plätze, Gassen, Treppen oder gar einen Schlosshof spezielle Wünsche für die Gestaltung: Du führst sie aus – massgeschneidert! Du bist kreativ, du wählst eine Bogen-, Reihen-, Kreispflästerung oder auch ein Mosaik, besonders schön, wenn du Natursteine einsetzen kannst. Zuvor musst du sorgfältige Vorbereitungen treffen; du musst Erdmaterial ausheben, Werkleitungen und Kanalisationen verlegen, eine Kiesschicht einbringen, die Planie erstellen. Du wirst sehen, diese Arbeit, die überwiegend im Freien verrichtet wird, verlangt nicht nur handwerkliches Geschick; du brauchst auch räumliches Vorstellungsvermögen, weil du meistens nach einem Plan arbeitest. Dieser Beruf zählt zum Berufsfeld Verkehrswegbau zusammen mit Gleisbauer, Industriebodenbauer/ Unterlagsbodenbauer, Strassenbauer, Grundbauer. Ihre Arbeit ist der Bau verschiedenster Verkehrswege: Strassen, Schienen, Sport- plätze, Industriebeläge. Diese Bauwerke sind Tag für Tag hohen Belastungen ausgesetzt – durch Fahrzeuge, Maschinen, Gebäudelast – und müssen daher in bester Qualität erstellt werden.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
Der Steinmetz, die Steinmetzin arbeiten mit dem ältesten Baustoff überhaupt: mit Naturstein. Kirchen und Kathedralen, Tempel und Grabstätten überdauern Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende und werden überall als wertvolle Kulturgüter geschätzt. Als Steinmetz renovierst du solche alte Steinbauten; vor allem Bogen, Pfeiler und Gesimse müssen aufgefrischt oder neu eingesetzt werden. Du erstellst auch neue Werkstücke und Grabmale aus Naturstein. Du arbeitest nach Werkzeichnungen und Schablonen, und dann folgt die eigentliche Handwerksarbeit: Du bearbeitest Flächen durch Spitzen und Zahnen und durch «Bossieren», eine Technik, die die Oberfläche roh belässt. Du schlägst Profile heraus; du legst Ornamente an, und du gravierst und malst Schriften. Die unterschiedlichen Steinarten, der harte Granit, zäher Kalk oder der geschmeidige Sandstein, verlangen unterschiedliche Techniken der Bearbeitung. Die hauptsächlichen Werkzeuge sind aber seit Jahrhunderten Fäustel, Hammer und Meissel.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 4 Jahre |
Der Strassenbauer, die Strassenbauerin erstellen und pflegen unser Strassennetz so, dass es den tagtäglichen, tonnenschweren Strom von Fahrzeugen tragen kann. Strassenbauer übernehmen die Bauarbeiten an Strassen und an Plätzen. Zur Vorbereitung der Baustelle berechnen die Strassenbauer den Platzbedarf und sperren den notwendigen Raum ab. Mit Signalisationen sichern sie die Baustelle, und nach den Vermessungsarbeiten beginnt der eigentliche Strassenbau. Dabei müssen sie auf die Topografie Rücksicht nehmen: Im Flachland ist eine andere Fundation notwendig als in den Bergen. In dieser Phase verlegen die Strassenbauer auch Leitungsrohre für Strom, Fernsehen und Wasser und erstellen Ableitungskanäle für das Schmutzwasser. Auf die fertige Fundation setzen sie die Randsteine, und dann versehen sie Strasse und Trottoir mit einem Asphaltbeton-Belag. Dieser Beruf zählt zum Berufs- feld Verkehrswegbau zusammen mit Gleisbauer, Industriebodenbauer/ Unterlagsbodenbauer, Pflästerer, Grundbauer. Ihre Arbeit ist der Bau verschiedenster Verkehrswege: Strassen, Schienen, Sportplätze, Industriebeläge. Diese Bauwerke sind Tag für Tag hohen Belastungen ausgesetzt – durch Fahrzeuge, Maschinen, Gebäudelast – und müssen daher in bester Qualität erstellt werden.
| Zutritt | Abgeschlossene Volksschule |
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
Der Bauführer, die Bauführerin gehören, wie der Baumeister, zur Höheren Berufsbildung im Baugewerbe. Die Ausbildung im Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbandes in Sursee (AZ SBV) baut im Grundsatz auf der Berufserfahrung der unteren Führungsstufen, des Vorarbeiters und des Poliers, auf. Das erlaubt eine kurze Ausbildungszeit von nur 35 Wochen. So hältst du die Abwesenheit vom Betrieb und deinen Lohnausfall in Grenzen. Die Arbeit als Bauführer ist gegenüber deiner bisherigen Tätigkeit auf dem Bau etwas Neues. Als Strassenbauer oder als Maurer, als Vorarbeiter und auch als Polier war dein Platz auf der Baustelle. Das ändert sich jetzt, denn als Bauführer verlagerst du deine Arbeit im Wesentlichen ins Büro. Damit wird dein Job aber nicht etwa leichter oder bequemer, im Gegenteil, deine Arbeit wird umfangreicher und noch anspruchsvoller. Du sorgst zum Beispiel für die Arbeitsvorbereitung auf der Baustelle und führst den Polier in seine Aufgaben ein. Vor allem jedoch besteht deine Arbeit aus dem, was heute Controlling genannt wird. Controlling - Controlling – Controlling! Konkret: Du überwachst den Arbeitsprozess, das heisst die Termine, die geleisteten Stunden und den Materialverbrauch. Du beschäftigst dich auch mit den Finanzen, das heisst, du rechnest nach, welche Leistungen deine Firma erbracht hat und ob die Zahlungen des Bauherrn korrekt hereinkommen. Und du kontrollierst, ob die Vorschriften zur Arbeitssicherheit eingehalten und die Anfor- derungen an die Qualität erfüllt werden. Mit zunehmender Erfahrung bist du sogar in der Lage, nicht nur eine Baustelle zu übernehmen, sondern sogar mehrere! Als Bauführer arbeitest du in der Rolle des Vertreters deiner Baufirma, eine wichtige und anspruchsvolle Position mit einem umfangreichen Pflichtenheft.
| Zutritt | Bauführer ist eine anspruchsvolle Position. Für diesen Kaderlehrgang wird im Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbandes (AZ SBV) daher Praxis auf dem Bau vorausgesetzt, einschliesslich Arbeit als Polier. Über die Details informierst du dich am besten im Ausbildungszentrum selbst. |
| Ausbildungsdauer | 175 Tage in zwei Ausbildungsblöcken, zu 17 bzw. 18 Wochen |
Der Baumeister, die Baumeisterin gehören, wie der Bauführer, zur Höheren Berufsbildung im Baugewerbe. In einem kleinen oder mittleren Unternehmen bist du als Baumeister der Geschäftsführer, in grossen Firmen bist du selbständiger Leiter einer operativen Einheit. Als Baumeister verlagert sich deine Arbeit immer mehr von der technischen Arbeit auf dem Bau hin zur Unternehmensführung. Daher erwirbst du in der Ausbildung Wissen in Management und in Module aufgeteilt, die deine Arbeit als Baumeister beschreiben. Als Baumeister erwirbst du immer mehr theo- retisches Wissen, doch orientiert sich die Ausbildung konkret am Berufsalltag. Wie wichtig dem Schweizerischen Baumeisterverband gut ausgebildete Baumeister sind, zeigt die Vision, die der SBV entwickelt hat: Jedes Bauunternehmen soll durch einen ausgebildeten Unternehmer oder durch einen diplomierten Baumeister geführt werden. Als Baumeister wartet eine anspruchsvolle Arbeit mit hohem Ansehen in der Baubranche auf dich.
| Zutritt | Baumeister ist eine anspruchsvolle Position. Zugelassen zu diesem Kaderlehrgang sind zum Beispiel Absolventen einer Bauführerschule mit 24 Monaten Erfahrung in der Praxis. Über die Details informierst du dich am besten im Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbandes (AZ SBV). |
| Ausbildungsdauer | Dieser Kaderlehrgang geht im Ganzen über 131 Tage. Über die Details informierst du dich am besten im Ausbildungszentrum selbst. |
Der Baupolier, die Baupolierin führen Baustellen des Hochoder Tiefbaus gemäss den Vorgaben des Bauunternehmers. Als Vorgesetzte sind sie vor Ort dafür verantwortlich, dass das Bauwerk nach den Plänen der Architekten und der Ingenieure gebaut wird. Zur Arbeit des Baupoliers gehört die Arbeitsvorbereitung. Wo geschalt, betoniert, gemauert, verputzt werden soll, ist er für die fachgerechte Umsetzung auf der Baustelle verantwortlich. Als Baupolier bist du in der Lage, den Arbeitsaufwand zu bestimmen und Personal und Material nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu disponieren. Je nach Baustelle sind dir 5 bis 20 Maurer, Facharbeiter, Bauarbeiter und Lehrlinge unterstellt. Du verfügst über genaue Kenntnisse der Bauabläufe: Wann soll der Beton geliefert werden? Wann benötigst du die Bewehrung? Wann soll die Decke betoniert werden? Das planst und entscheidest du! Als Baupolier, als Baupolierin hast du auch administrative und überwachende Aufgaben. Du rapportierst den Bauablauf und sammelst Daten für die Bauabrechnung, die Kostenkontrolle und den Qualitätsnachweis. Du bist verantwortlich dafür, dass die Vorschriften zur Arbeitssicherheit und zum Umweltschutz eingehalten werden. Du bist auch für die Lehrlingsausbildung zuständig. Baupoliere halten sich laufend auf dem neusten Stand der Bautechnik.
| Zutritt | Abschluss einer Berufslehre im Bauhauptgewerbe 4 Jahre Praxis im Hoch- oder Tiefbau Ausbildung |
| Ausbildungsdauer | Verschiedene Institutionen bieten Block- oder berufsbegleitende Lehrgänge an. Die Prüfung kann mit Schwerpunkt Hochbau oder Tiefbau abgelegt werden. Abschluss: der eidgenössisch anerkannte Titel «Baupolier / Baupolierin (Hochbau oder Tiefbau) mit eidg. Fachausweis» |
Der Vorarbeiter, die Vorarbeiterin sind die untersten Vorgesetzten auf dem Bau, sie stellen den ersten Karriereschritt bei den Bauberufen dar. Die Position setzt Freude an Führungs- und Organisationsaufgaben voraus. Der Vorarbeiter leitet ein kleineres Team. Wieweit du selbstständig und in eigener Verantwortung Entscheidungen fällst, hängt davon ab, ob du allein verantwortlich arbeitest oder in Zusammenarbeit mit dem Polier oder dem Bauführer. Das heisst, vom Vorarbeiter wird einiges an Anpassungsfähigkeit an die jeweiligen Gegebenheiten auf einer Baustelle verlangt. Auf grösseren Baustellen musst du als Stellvertreter einspringen, wenn der Chef, der Polier, ausfällt. Auf kleineren Baustellen übernimmst du oft die Aufgaben eines Poliers, auch wenn du noch nicht über die entsprechende Ausbildung verfügst. Daher muss der Vorarbeiter sich seiner Stärken und seiner Schwächen bewusst sein und darf keine «Schnellschuss- Entscheide» fällen. Du musst einen Vorgesetzten um Unterstützung bitten, wenn die Anforderungen deine Erfahrungen übersteigen. Meistens teilt sich die Arbeit des Vorarbeiters auf in leitende Aufgaben eines Vorgesetzten und in die «Produktionsarbeiten» der Arbeiter. Als Vorarbeiter bist du somit gleichzeitig Kollege und Chef.
| Zutritt | Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (Lehrabschluss) als Maurer, Verkehrswegbauer oder Zimmermann. |
| Ausbildungsdauer | Die Ausbildung mit 320 bis 570 Lektionen dauert 1 bis 2 Jahre und setzt mindestens 1 Jahr Praxis auf einer Baustelle voraus. Abschluss: Schuldiplom |
Der Strassenbaupolier, die Strassenbaupolierin leiten Baustellen am Netz der National-, Haupt-, Verbindungs- und Gemeindestrassen. Als Vorgesetzter bist du dafür verantwortlich, dass die Arbeiten nach den Plänen der Verkehrsoder Tiefbauingenieurinnen ausgeführt werden. Eine deiner zentralen Aufgaben ist die Arbeitsvorbereitung auf der Baustelle: Du disponierst Personal, Maschinen und Material, du überträgst Masse vom Plan auf die Baustelle, du steckst das Bauwerk ab, und du instruierst deine Mitarbeiter. Eine vielseitige, verantwortungsvolle Aufgabe, und dafür musst du ständig den Überblick über die Abläufe auf der Baustelle behalten. Du musst für speditives, wirtschaftliches Arbeiten sorgen. Doch bei allem Tempo: Es darf nicht geschlampt werden! Also überwachst du als Strassen- baupolier, Strassenbaupolierin alle Arbeiten, damit Fehler vermieden werden können. Dabei achtest du immer auf Wirtschaftlichkeit, Massgenauigkeit und Normgerechtigkeit. Du führst die Tages-, Regie- und Maschinenrapporte und machst die Bauleitung auf Probleme und unvorhergesehene Hindernisse aufmerksam.
| Zutritt | Abschluss einer Berufslehre im Bauhauptgewerbe 4 Jahre Praxis |
| Ausbildungsdauer | Ausbildung Blockkurse im Ausbildungszentrum Sursee des Schweizerischen Baumeisterverbandes (AZ SBV) Abschluss: der eidgenössisch anerkannte Titel «Strassenbaupolier / Strassenbaupolierin mit eidg. Fachausweis» |
Der Baumaschinenführer, die Baumaschinenführerin bedienen und steuern unterschiedliche, zum Teil sehr grosse Geräte. Im Tiefbau hebst du Baugruben oder Gräben aus und legst Böschungen an. Für diese Arbeiten steuerst du unterschiedliche Bagger und Lader. Im Strassenbau setzt du Maschinen für die Entfernung des Belags und Walzen und Fertiger für den Einbau des Belags ein. Die Sicherung des Geländes gehört bei diesen Arbeiten dazu.
Du weisst nicht nur, wie man diese Maschinen bedient und wartet, sondern auch, wie und wo du sie jeweils am besten einsetzen kannst. In der Ausbildung geht es zu zwei Dritteln um die Bedienung der Maschinen und zu einem Drittel um die Bauausführung. Du entscheidest dich, ob du dich im Tiefbau oder im Strassenbau spezialisieren möchtest.
| Zutritt | Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben; gute Kenntnis einer Landessprache wird erwartet. Infos im Betrieb. |
| Ausbildungsdauer | 5 Wochen 300 Stunden Fahrpraxis gemäss Ausbildungskonzept des AZ SBV |
Der Kranführer auf dem Turmdrehkran oder die Mobilkranführerin arbeiten teilweise hoch über der Baustelle. Du bestimmst den Takt auf der Baustelle, du bist verantwortlich dafür, dass die gewünschten Betonelemente oder der Stahlträger zum richtigen Zeitpunkt präzis an den Ort gehoben werden, an dem sie gebraucht werden. In der Kabine bist du auf dich allein gestellt, du musst aber präzis mit den Arbeitern auf der Baustelle zusammenarbeiten. Daher ist es wichtig, dass du den Tagesablauf vor Arbeitsbeginn mit dem Polier genau besprichst. Während der Arbeit erhältst du deine Anweisungen per Funk oder auch per Handzeichen. Viele Krane werden heute aber vom Boden aus per Funk gesteuert. Zusammen mit den Arbeitern auf der Baustelle sind der Kranführer, die Kranführerin dafür verantwortlich, dass die Lasten korrekt angeschlagen werden. Der Transport muss so gesichert werden, dass die Lasten nicht umstürzen und nicht abrutschen können. Mit deinem Verständnis für mechanische und elektrische Vorgänge überprüfst und wartest du auch deinen Kran. Für die Arbeit als Kranführer ist ein gültiger Kranführerausweis notwendig. Die Arbeit als Kranführer ist Spezialistentätigkeit und kein eigentlicher Lehrberuf.
| Zutritt | Ein Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben; Kenntnis einer Landessprache ist Voraussetzung. |
| Ausbildungsdauer | Der Weg zum Kranführerausweis ist in der EKAS-Richtlinie 6510 "Kranführerausbildung: Grundkurs und Prüfung" im Detail geregelt. |
Als Sprengberechtigter, Sprengberechtigte übst du eine spezielle Tätigkeit aus, die ein besonders grosses Verantwortungsbewusstsein verlangt. Die Arbeit ist sehr vielseitig. In folgenden Arbeitsfeldern kommen Sprengungen zum Einsatz: in der Bauwirtschaft natürlich, speziell im Tunnel- und im Strassenbau, aber auch in der Waldwirtschaft, bei den Bergbahnen, in der Armee, bei der Polizei und auch in der Landwirtschaft. Das Sprengstoffgesetz unterscheidet zwischen allgemeinen und besonderen Sprengarbeiten. Allgemeine Sprengarbeiten sind alltägliche Sprengungen wie Graben-, Abtrags- und Findlingssprengungen, Holzund Wurzelstocksprengungen und ähnliche Arbeiten. Bei den besonderen Sprengarbeiten handelt es sich um Grossbohrlochsprengungen, Metallsprengungen und Vernichtung von unbrauchbar gewordenen Sprengmitteln. Wie du siehst, ist die Arbeit als Sprengberechtigter sehr verantwortungsvoll und vielseitig. Selbständig und in eigener Verantwortung Sprengarbeiten zu planen und auszuführen, kann dir grosse Befriedigung verschaffen. Nach jeder Sprengung siehst du das konkrete Ergebnis, den Erfolg oder auch den Misserfolg. Als Sprengberechtigter, als Sprengberechtigte trägst du eine grosse Verantwortung gegenüber deinen Mitarbeitern und der Umwelt. Sprengladungen dürfen daher nur von Personen vorbereitet und gezündet werden, die einen entsprechenden Sprengausweis besitzen. Die Arbeit als Sprengberechtigter ist Spezialistentätigkeit und kein eigentlicher Lehrberuf.
| Zutritt | Die Arbeit ist vielseitig, und das zeigt sich auch in der anspruchsvollen Ausbildung. Da geht es um Themen wie Beschaffenheit des zu sprengenden Materials, Transport von Sprengmitteln, Sprengstoffe, Zündsysteme, Sprengtechnik und auch um die Wirkung von Sprengungen auf die Umgebung. Für die allgemeinen Sprengarbeiten musst du den Ausweis A, B oder C erwerben. Zu den Kursen und den Prüfungen wirst du zugelassen, wenn du:
Für den Ausweis B musst du eine Ausbildung oder Arbeitspraxis von mindestens 1 Jahr in der Baubranche, der Forstwirtschaft oder der Landwirtschaft nachweisen, für den Ausweis C eine Ausbildung oder Arbeitspraxis von 3 Jahren. Daneben gibt es die besonderen Sprengarbeiten: Diese Sprengarbeiten tragen ein grösseres Risiko als die allgemeinen Sprengarbeiten. Um die Berechtigung für diese besonderen Sprengarbeiten erwerben zu können, musst du 1 Jahr im Besitz eines Ausweises A, B oder C sein. Die Ausbildung zum Sprengberechtigten absolvierst du im Ausbildungszentrum Sursee des Schweizerischen Baumeisterverbandes (AZ SBV) oder weiteren Sprengverbänden. |
| Ausbildungsdauer | Der Weg zum Kranführerausweis ist in der EKAS-Richtlinie 6510 "Kranführerausbildung: Grundkurs und Prüfung" im Detail geregelt. |
Quellen: www.baumeister.ch